Kopfschmerzen und migräneartige Beschwerden zeigen in der therapeutischen Praxis ein breites Spektrum an Ausprägungen. Häufig sind nicht die Strukturen des Kopfes selbst das primäre Thema, sondern Verspannungen funktionell verknüpfter Muskelgruppen.
So zeigen Triggerpunkte im oberen Trapezmuskel (Nacken) oder im Kopfwender in der Praxisbeobachtung typische Schmerzmuster, die schläfenwärts, hinter das Auge oder bis in die Stirn ausstrahlen können. Auch hartnäckige Gesichtsschmerzen sowie Druckgefühle im Ohr können im Praxisalltag mit Verhärtungen der Kaumuskulatur zusammenhängen. Sogar atypische Kiefer- und Zahnschmerzen stehen in der Praxisbeobachtung immer wieder im Zusammenhang mit myofaszialen Mustersystemen.
Hartnäckige Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich gehören zu den alltäglichen Beschwerden in meiner Praxis in Wiehl-Bielstein. Betroffene plagen sich oft nicht nur mit reinen Nackenschmerzen oder einem steifen Hals herum, sondern spüren ein tief sitzendes, unangenehmes Ziehen oder Brennen, das vom Schulterblatt aus bis weit in den Arm ausstrahlen kann. In der Praxisbeobachtung zeigen sich hierbei besonders häufig empfindliche Muskelpunkte im oberen Trapezius (dem großen Kapuzenmuskel), im Levator scapulae (Schulterblattheber) sowie im Infraspinatus (Untergrätenmuskel).
Da unser Körper in zusammenhängenden Muskelketten arbeitet, können sich solche funktionellen Spannungen gegenseitig beeinflussen: Beschwerden aus dem Nacken ziehen in den Arm, oder umgekehrt behindern überlastete Armmuskeln die Lockerung im Nacken. Ein häufiger Belastungsfaktor im Alltag ist dabei die tägliche Schreibtischarbeit. Das starre Sitzen vor dem Bildschirm führt oft zu einer Dauerbelastung für den Trapezius, den Deltoideus (Deltamuskel) an der Schulter sowie für den Brachioradialis (Oberarmspeichenmuskel) und die Fingerstrecker, die beim Tippen und Halten der Maus permanent unter Spannung stehen. Kommen dann noch Stress, Hektik oder das unbewusste Hochziehen der Schultern im Alltag dazu, verharren diese Muskelgruppen häufig in einem erhöhten Tonus.
Schmerzen in den oberen Extremitäten schränken die Bewegungsfreiheit im Alltag massiv ein. Klassische myofasziale Überlastungen äußern sich hier oft als Ellbogen- oder Unterarmschmerzen in Bewegung oder auch in Ruhe. Ein funktioneller Zusammenhang zeigt sich hierbei sowohl lokal in der Armmuskulatur als auch im Zusammenspiel mit der Schulter- und Nackenmuskulatur. Die Muskeln um das Schulterblatt herum können ihre Schmerzmuster über den äußeren Arm hinab projizieren, während bei Spannungen der Brustmuskulatur häufig Ausstrahlungen in den inneren Arm beobachtet werden.
Zeigen sich empfindliche Muskelpunkte in der Unterarmmuskulatur, geht dies in der Praxisbeobachtung häufig mit lokalen Sehnenansatzbeschwerden an Ellbogen oder Hand sowie ausstrahlenden Daumen- und Fingerschmerzen einher. Betroffene berichten dabei immer wieder über einen spürbaren Kraftverlust beim Greifen oder Missempfindungen in den Händen.
Beschwerden im Rumpfbereich sind vielschichtig. Neben den tiefen Rückenstreckern, die mit lokalen Rücken- und Gesäßschmerzen einhergehen können, spielen auch die Bauch- und Brustmuskeln eine wesentliche Rolle. Spannungszustände im großen Brustmuskel zeigen in der Praxisbeobachtung häufig Übertragungsmuster für Schmerzen im Bereich von Brustkorb und Rippen, die bis in die Innenseite des Arms ausstrahlen können.
Ein bekanntes Phänomen zeigt sich auch in der Bauchmuskulatur: Druckempfindliche Bereiche oder Triggerpunkte in der Bauchmuskulatur können in der Praxisbeobachtung mit Schmerzmustern einhergehen, die von Betroffenen als quer verlaufender Schmerz im unteren Rücken oder im Bauchbereich wahrgenommen werden.
Die Gesäß- und Hüftregion bildet das statische Zentrum unseres Körpers. Wenn hier Schmerzen auftreten, können hochgradig aktivierte Triggerpunkte dahinterstecken – häufig im Gluteus maximus (dem großen) oder im Gluteus medius (dem mittleren Gesäßmuskel). Häufig zeigt sich im Behandlungsalltag, dass die unteren Rückenmuskeln sowie die Oberschenkelmuskulatur als funktionelle Kette ebenfalls stark in dieses Schmerzgeschehen involvert sind.
Plötzlich auftretende, stark einschießende Schmerzen im unteren Rücken gehen in der Praxisbeobachtung häufig mit deutlich spürbaren muskulären Verhärtungen und deutlich druckschmerzhaften Triggerpunkten im Rücken-, Hüft- und Gesäßbereich einher.
Für Betroffene äußern sich solche akuten Beschwerden oft in deutlichen Einschränkungen bei alltäglichen Bewegungen – etwa beim Aufrichten aus dem Bett, beim Sockenanziehen oder beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto. Auch das Gehen oder Treppensteigen kann dabei als sehr beschwerlich empfunden werden.
Beschwerden der unteren Extremitäten gehen im Behandlungsalltag häufig mit empfindlichen Muskelpunkten in der Waden- und Schienbeinmuskulatur einher. Akute oder chronische Überlastungen zeigen sich hier oft im Kontext von Knie-, Unterschenkel-, Zeh- oder Fußschmerzen. Auch schmerzhafte Wadenkrämpfe, die vor allem nachts auftreten, werden von Betroffenen immer wieder berichtet.
Die Wadenmuskulatur zeigt in der Praxisbeobachtung häufig Übertragungsmuster direkt in die Kniekehle, hinab in die Achillessehne oder als punktueller Fersenschmerz. Empfindliche Punkte im vorderen Schienbeinmuskel projizieren dorthin, wo Betroffene klassische Fuß- und Zehenschmerzen wahrnehmen. Solche myofaszialen Spannungszustände können von Patienten ähnlich wie strukturelle Gelenkschmerzen und Gelenkblockierungen empfunden werden – insbesondere nach intensiver sportlicher Betätigung, Fehlbelastungen oder langem Stehen am Arbeitsplatz.
Behandlungs- und Anamnesetermine biete ich in Bielstein von montags bis freitags und in Refrath dienstags und donnerstags nach Vereinbarung an.
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